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muthete Zuſammentreffen ſei er um ſo beſtuͤrzter ge⸗ weſen, als Kolomb bereits ſich uͤber deſſen leichtſin⸗ nige fruͤhere Entweichung beſchwert hatte, wodurch die Beſichtigung der Goldbergwerke zu Cibao ver⸗ hindert worden ſei, aus welchen er viel Gold nach Spanien haͤtte bringen koͤnnen. Pinzon gerieth in Furcht uͤber die ihm drohende Verhaftung, und ent⸗ fernte ſich ſogleich aus dem Hafen, kam zwar nach des Admirals Abreiſe wieder, wurde aber durch Ver⸗ druß und lange Anſtrengung endlich ſo ſchwach, daß
er nach wenigen Tagen ſtarb.
Kolomb reiſte mit den Schaͤtzen und 7 Indiern, welche er mitgebracht hatte, unverzuͤglich nach Se⸗ villa; ein Indier war unterwegs geſtorben, und
zwei lagen krank im Hafen. Da man am Hofe eben
ſo begierig war, ihn zu ſehen, als er ſich nach der Aufwartung bei den Koͤnigl. Majeſtaͤten ſehnte; ſo erhielt er ſchon zu Sevilla⸗ ein Schreiben deſſelben, mit der Aufſchrift:„An Don Chriſtoph Kolomb, unſeren Admiral guf dem Weltmeere, auch Unter⸗Koͤnig und⸗ Statthalter der neu entdeckten indiſchen Inſeln.“ Koͤnig Ferdi⸗ nand und deſſen Gemahlin Iſabella verſicherten ihn darin des gnaͤdigſten Wohlwolles, Vertrauens und Dankes, forderten ihn zur ſchnellen Erſcheinung auf, und erkundigten ſich ſchon, welche Anſtalten zur Vollendung ſeines Werkes getroffen werden ſollten.


