Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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zu erſticken, theils durch gute Worte und Ermahnungen an ihre Pflicht, theils durch neue geoͤffnete Perſpek⸗ tive auf die ihnen bevorſehenden Voertheile, bald durch Drohungen mit der ihm vom Koͤnig verliehenen unumſchraͤnkten Gewalt.

Am 26. Sept. Abends ſchrie Pinzon: Land! Land! und ſeigte in einer Entfernung von etwa 20 Seemeilen gegen Suͤd⸗Oſt etwas Dunkles, welches

einer Inſel aͤhnlich ſchien. Dieſe mit dem Admiral verabredete Taͤuſchung ſtillte den Aufruhr ſo gut, daß ſie vor Freude dem Himmel Dank erſtatteten, und Kolomb ließ das Schiff die gauze Nacht in gleicher Richtung, um ihre gute Stimmung zu erhalten. Des andern Tages uͤberzeugten ſie ſich zwar von ihrem Irrthume; allein neue Zeichen des nahen Landes, viele Fiſche und Voͤgel, verſcheuchten den Kummer. Die Portugieſen trafen auf ihrer Fahrt nach Oſt⸗Indien oͤfters ſolche fliegende Schiffe, und nannten ſie Do⸗ rados und Empereurs. Bereits beobachtete man auch, daß die Heftigkeit der Stroͤme ſich verminderte. Dieſe Zeichen ermunterten Kolomb ſelbſt, und ſporn⸗ ten ihn zur genanueren Beobachtung des Himmels. Er bemerkte, daß die Magnet⸗Nadel waͤhrend der Nacht mehr als einen ganzen Strich abwich, bei Tage aber unbeweglich gegen Nord ſtehen blieb. Die bei⸗ den Sterne, welche man die Waͤchter(Boca de la Bozina) nennt, waren waͤhrend der Nacht in Weſten