81
ſich daſelbſt in einer Marien⸗Kirche ſeiner Geluͤbde entbinden wollte, von dem portngieſiſchen Statthalter gefangen gemacht, aber wieder frei gegeben wurde, ſobald der Admiral Kolum bus, welcher durch ſchlafloſe Naͤchte, Strapatzen und ſchmale Nahrung erkrankt war, drohte, daß er als Vizekoͤnig der neuen Welt dieſe Inſel in eine Wuͤſte verwandeln wuͤrde.
Am 4. Maͤrz lief Kolumbus, beſtaunt von einer Menge Volks, und begruͤßt von den verſchiedenſten Empfindungen deſſelben, in dem Tajo bei Liſſa⸗ bon ein, und ſendete ſogleich Eilboten nach Spanien und an den Koͤnig von Portugal, welcher ihn hatte einladen laſſen, und ihn auch ſehr freundlich und mit großer Auszeichnung empfing.
Am 15. Maͤrz traf er in dem Hafen von Palos
ein, und von da glich ſeine Reiſe an den ſpaniſchen
Hof in Barcellona einem wahren Triumphzuge. Der Koͤnig und die Koͤnigin, auf ihrem Throne ſitzend, erhoben ſich, als er nahte, nahmen ihn bei der Hand,
und befahlen ihm, ſitzend zu erzaͤhlen, und Jeder
mann durfte zuhoͤren. Von ihm ſelbſt, nicht von dem treulos voraus geeilten, aber auch vom Hofe abgewieſenen Pinzoa, wollte man die Eutdeckung hoͤren.
Nach den Tagen des Jubels und Gluͤckwuͤnſchens wurden dem Helden die fruͤheren Privilegien feierlichſt 5tes B. Indien. I. 1. 6


