66 liebe bewog den genueſer Patrizier M. G iuſtiniani, ſich in dem I. Band der Sammlung liguriſcher Schrift⸗ ſteller zu Rom 1667, 4. ſehr ausfuͤhrlich uͤber Cher. Ko⸗ lomb und deſſen Sohn zu verbreiten. Aus gleich edlem Grunde bemuͤhten ſich mehre Nuͤrnberger, den
Ruhm des Entdeckers zu ſehmaͤlern, um ihn dem Rit⸗
ter Martin Behaim aus Nuͤrnberg zu erwerben. Ihre Namen ſind J. Chr. Wagenſeil, J. Wuͤlfer, M. D. Omeis, J. S. Fuͤrer von Haimendorf, Ebhr. G. Schwarz und Chr. G. v. Murr, deren Abhandlungen ihre grundloſen Vorurtheile beweiſen. Gegen alle dieſe trat der Univerſitaͤts„Sekretaͤr E. Toze zu Goͤttingen ſchon 1761 mit ſo vielen Gruͤnden auf, daß er nicht widerlegt werden konnte. In gleichem Geiſte hat Spoterno die Ehre Chr. Kolombs gerettet; deſſen Vertheidigung wurde 1825 von A. Wag⸗ ner verteuſcht. Die Erſcheinung von Kolombs Tagebuch war ſeit 200 Jahren der allgemeine Wunſch aller Gebildeten; allein die ſpaniſche Regierung ließ ihn unerfuͤllt; erſt im Jahr 4827 ſollte die Welt damit begluͤckt werden.
Noch kecker hatte der ſlorentiner Aſtronom Amerigo Vespucci in ſeinem Reiſeberichte von vier Fahrten aus den neuen Laͤndern an den Fuͤrſten Lor. Peter von Medieis 4501 ſich einen Vorzug, vor Kolomb anmaßen wollen. Sein Brief wurde zwar in das Lateiniſche, Franzoͤſiſche und Teutſche uͤberſetzt, und in mehre Sammlungen aufgenommen;
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