Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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mens iſt dieſelbe, welche M. Paolo Unchiam in der vermeintlichen Provinz Arceladam*) nannte. Sie war groß und volkreich, beherrſchte 3 Staͤdte und 3 Feſtungen, und hatte aus ihrem Bezirke viel Gold, Wachs, Honig, Marmor, Ambra, Leinwand und Seide. Im Handel bedienten die Einwohner ſich des Goldes und Porzellains nach dem Gewichte, ſtatt des ihnen unbekannten Geldes. Die Maͤnner und Weiber uͤberzogen ihre Zaͤhne mit feinen Goldplaͤttchen; die Maͤnner machten auch mit einer Nadel und Tinte um ihre Arme und Beine eine Einfaſſung, waren nur mit Krieg und der Jagd nach wilden Thieren und Voͤgeln beſchaͤftigt, und uͤberließen alle haͤuslichen Angelegen⸗ heiten den Weibern und Leibeigenen oder Sklaven. Sobald ein Weib entbunden war, verließ es ſein Bett, wuſch ſein Kind, wickelte es ein, reichte ihm taͤglich die Bruſt, und widmete ſich wieder dem Hausweſen. Dagegen legte der Ehemann ſich mit dem Kinde bei guter Nahrung 40 Tage in das Bett, und nahm die Beſuche von Maͤnnern an, wie eine europaͤiſche Woͤch⸗ nerin von Weibern; dieſe maͤnnliche Pflege des Kin⸗ des ſollte das Weib fuͤr die Geburtsſchmerzen entſchaͤ⸗ digen. Die meiſten Einwohner hielten ſich in wilden oder gebirgigten Gegenden auf, deren Luft den Frem⸗ den ſchaͤdlich war. Ihre vorzuͤglichſte Nahrung beſtand

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*) De Mailla hist. de la Chine. Vol. IX. p. 419. note 2; et V. XII. p. 107.