Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

123

den Blitz getoͤdtet, ſo entſagte er auf 3 Jahre dem Tribut aus dieſer Heerde, ſie mochte groß oder klein ſeyn. Eben ſo nahm er auch keinen Zoll von einem

durch den Blitz beruͤhrten Schiffe: denn er glaubte

mit der Nation, Gott zuͤrne uͤber den Eigenthuͤmer deſſelben, und die Guͤter wuͤrden ungluͤcklich ſeyn. Er war ſogar fuͤr die Wanderer durch Einoͤden beſorgt. In fruchtbaren Gegenden ließ er Baͤume, in unfrucht⸗ baren Steine und Saͤulen, nach gleich geringer Ent⸗

fernung von einander, zur Unterſcheidung der Wege

ſetzen, und durch Aufſeher daruͤber wachen. Er war fuͤr dieſe Anſtalt um ſo eifriger, als ſeine Sterndeuter ihm ſagten, durch Pflanzung der Baͤume werde das Leben verlaͤngert. 4

Erfuhr er, daß eine Familie zu Khanbalu durch

Ungluͤcksfaͤlle oder Krankheit in ſolche Armuth gerieth, daß ſie ſich nicht mehr gut ernaͤhren konnte, ſo ließ er dieſelbe durch Lebensmittel und Kleidung auf ein gauzes Jahr unterſtuͤtzen. Letztere wurden, wie alle

Kleider der Soldaten, in jeder Stadt aus der Wolle ſeines Zehntens gefertigt. Auch an ſeinem Hofe wurde

Kiemanden Brod verſagt, welcher darum bat; taͤg⸗ lich wurde fuͤr 20,000 Kronen Reiß, Hirſe und Pannik ausgetheilt; weswegen man den Kaiſer wie Gott ver⸗ ehrte. Dieſe Mildthaͤtigkeit war den Tartaren vorher fremd; ſie wurde erſt herrſchend, nachdem dieſelbe von den Goͤtzendienern Baſki als ein Gott gefaͤlliges Werk geprieſen worden war. 1