durch wurde der Fuͤrſt Pſametichus veranlaßt, allen neu ankommenden Griechen die Auſiedlung zu geſtatten, und manchen ſogar die Unterweiſung der aͤgyptiſchen Jugend zu uͤbergeben. Der Koͤnig Ama⸗ ſis erlaubte ihnen auch Tempel zu bauen; welche ſie, nach der Beſetzung der Stadt Naukratis am kanopiſchen Arme des Niles, zugleich als Waaren⸗ Niederlage benutzten. Bald wurde der Gottesdienſt der Griechen und Aegyptier ſo vermiſcht und gleich⸗
artig, daß man deffen Urſprung nicht mehr bis zur
Quelle verfolgen konnte. Dadurch gewoͤhnten ſich beide Nationen an gleiche Zeitrechnung und Beob: achtung des Laufes der Geſtirne, welche letztere durch die Heiterkeit des aͤgyptiſchen Himmels ſehr erleich⸗ tert worden war.
Die fruͤhen Zuͤge der Familien Abrahams, Ja⸗
cobs und ihrer Nachfolger nach Aegypten, und der
430 jaͤhrige Aufenthalt der Iſraeliten daſelbſt, machte es unvermeidlich, daß ſie— auch bei der hart⸗ naͤckigſten Anhaͤnglichkeit an die Sitten und Gebraͤu⸗ che ihrer Voraͤltern, und ſelbſt waͤhrend der ſtren⸗ gen Zucht des Moſes— manches Aegyptiſche ſich aneigneten. Dadurch wurden mehrere Griechen zu dem Irrthume verleitet, die ſpaͤteren Juden fuͤr aͤgyp⸗ tiſche Sproͤßlinge zu halten. Moſes, als angenom⸗ mener Sohn der koͤniglichen Tochter Pharao's durch wunderbare Art am Leben erhalten, und in allen Kuͤnſten und Wiſſenſchaften der Aepyptier am Hofe


