235
geopfert; ſie erholen ſich von ihrem Geſchaͤfte am Sab⸗ bathe der Juden, und am Sonntage der Chriſten. Iſt der Nil angelaufen, ſo gibt es wenige Geſchaͤfte, weßwegen ſie ſich in ihren Haͤuſern zu Alt⸗Kairo und Gize aufhalten. Alle Auslaͤnder bringen ihre Zeit ſo angenehm zu, als die Jahreszeit und das Land es geſtattet. Denn die Vornehmen beweiſen ih⸗ nen alle Hoͤflichkeit, beſonders den Fremden, welche ſich bloß aus Neugierde hier aufhalten. Dieſen fehlt nie der liebreichſte Zutritt in die Haͤu⸗ ger, welche ihnen zur Herberge angeboten werden, weil ſonſt die Unter⸗ kunft und Bewirthung ſehr ſchwer waͤre.
Der meiſte Handel von Kairo beſeht in der Einfuhr breiter Leinwand, Zinn, Blei, in der Aus⸗ fuhr von Kaffee, Sennsblaͤttern, Safran zum Faͤrben, Flachs und verſchiedenen anderen Gegenſtaͤnden, wel⸗ che aus Perſien kommen. Man hat auch Einfuhr
von roher Seide aus Aſien, welche in Atlas und an⸗ deren Zeugen nach dem Muſter der Indier verarbeitet wird. An einigen benachbarten Orten ſind auch Ma⸗ nufakturen von grober Leinwand. Aus inlaͤndiſchen Gewaͤchſen wird Zucker bereitet, welcher weder wohl⸗ feil, noch fein, aber ſehr thener iſt. Einige Manu⸗ fakturen haben einen ziemlichen Grad von Vollkom⸗ menheit erlangt, z. B. alles Pferdegeſchirr; hoͤlzerne, eiſerne und kupferne Fenſtergitter; feine Decken ven


