. 216. gewaͤhren ſie den bezauberndſten Anblick, und uͤbertref⸗ fen weit das Land am anderen Arme des Fluſſes. Wir lagen bei dem Hafen von Groß⸗Mahalla auf der weſtlichen Seite ſtill, und ritten auf gemietheten Eſeln etwa 4 Meilen in die Stadt. Dieſe iſt ziemlich gut aus gebrannten Steinen gebaut, und die Hauptſtadt der Provinz Ga rbieh, wo ein Bey wohnt, und eine Abtheilung von 7 Regimentern unter einem Haupt⸗
mann(Sardar) liegt. Daſelbſt wohnen auch 500
koptiſche Chriſten, welche eine kleine ſchlechte Kirche haben. Ich war einem ſehr ehrlichen und ehrwuͤrdi⸗ gen Kaufmanne empfohlen, welcher in den Gegenden von Marokko geboren war, und als Muſelmann ſchon 14 Wallfahrten nach Mekka gemacht hatte. Er geſellte mir einen Begleiter bei, welcher die fraͤnkiſche (d. i⸗ eine verdorben italiſche) Sprache redete, und gab mir ein gutes Zimmer in einer ihm gehoͤrigen Her⸗ berge. Des Morgens ſchickte er uns ein ſchoͤnes Fruͤh⸗ ſtuͤkk, indem ich die Butter Aegyptens im Dezember, als zur beſten Zeit, das erſte Mal koſtete; ich fand ſie ſehr ſchmakhaft. Des Abends wurden wir mit einem ſehr reichlichen Abendeſſen bedient, und der Kaufmann ſelbſt beſuchte uns, ohne mit uns zu eſſen, wie alle Morgenlaͤnder, wenn ſie nicht hoͤheren Ran⸗ ges ſind.
Am folgenden Tage brach ich nach Baalboit 4—5 Meilen nord⸗oſtwaͤrts auf, welches einer jener kuͤnſt⸗ lichen Huͤgel iſt, worauf vermuthlich das wegen des


