214
nichts zu thun iſt, bei der Stadt. Da die Einwoh⸗ ner hier ſehr une ngeſchraͤnkt ſind, ſo geben ſie, um die Fahrt ihrer eigenen Schiffe zu befoͤrdern, nicht zu, baß ein fremder Schiffer an die Stadt komme, ſon⸗ dern alle Guͤter muͤſſen zwei See⸗Meilen von der Stadt in kleine Schiffe umgeladen werden. Am ſan⸗ digen Orte gegen Weſt der Einfahrt, etwa /¼ Meile vom Ende derſelben, iſt ein kleines rundes Kaſtell, und eine Meile hoͤher jenſeits bei der Zollhaus⸗Wache ein verfallenes Kaſtell, welches K. Ludwig IX. von Frankreich erbaut haben ſoll; noch hoͤher auf der an⸗ dern Seite ein ſchmales achteckiges Kaſtell aus Back⸗ ſteinen.
Damiate liegt an der oͤſtlichen Seite des Ni⸗ les, 4—s Meilen von der Muͤndung des Fluſſes; der See Menzale iſt 2— 3 Meilen entfernt. Auf der weſtlichen Seite zwiſchen dem Fluße und Meere, liegt ein ſchmaler Strich Landes, welcher keine Meile breit
iſt. Am noͤrdlichen Ende von Damiate iſt ein breiter runder Thurm aus ſehr feinen gehauenen Steinen.
Die Stadt iſt zwar breit, aber uͤbel gebaut, und groͤß⸗ tentheils von Fiſchern und Janitſcharen bewohnt. Das Volk von Damiate iſt das ſchlimmſte in der Tuͤrkei;
Fremde koͤnnen in unbeſuchten Straßen der Stadt
nicht fortkommen, ohne angefallen zu werden. Die Einwohner haben vor den Europaͤern noch einen aus den Kreuzzuͤgen angeerbten Abſcheu, indem die Chri⸗ ſten Oamiate weggenonmen haben, und es erſt


