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drien uͤber Roſetto nach Kairo; blos jene drin⸗ gende von groͤßerer Wichtigkeit werden mittels Boten zu Fuß quer durch die Wuͤſte geraden Weges nach Kairo gebracht. Ungeachtet Roſetto ſehr nahe am Meere liegt, ſo iſt doch das Waſſer gut, und nicht zu ſalzig, wenn der Nil nicht ſehr ſeicht iſt, und der Nordwind ſtark wehet. Hier kann der Nil uͤber 3— 4 Fuß ſteigen, weil die ufer zu ſeicht ſind; dann breitet ſich das Waſſer uͤber die ganze Ebene aus.
Zwei Meilen nordwaͤrts an der weſtlichen Seite des Fluſſes iſt das Kaſtell von Roſettoz ein vier⸗ eckichtes Gebaͤude mit runden Thuͤrmen auf den Ecken, und mit Schießloͤchern am unterſten Theile. In dem⸗ ſelben ſind verſchiedene Stuͤcke gelben Marmors mit hieroglyphiſchen Figuren, welche Stuͤcke von zerbroche⸗ nen Obelisken zu ſeyn ſcheinen. Verſchiedene eiſerne Kanonen waren noch mit Riegeln und Ringen verſe⸗ hen, und beſtanden aus 2— 3 in einander gefuͤgten Stuͤcken. Auf den 3 meſſingen war ein Baum mit zwei Buchſtaben ſtatt des Wappens, auf der anderen Seite eine Verzierung von Lilien. Das Kaſtell iſt von Außen mit Ziegelſteinen gemauert, und mit anderen Steinen ausgefuͤllt. Keyk Bey ſoll es im XV. Jahr⸗ hunderte errichtet haben; allein wahrſcheinlicher ſtammt es aus der Zeit der Kreuzzuͤge, wurde von jenem nur verbeſſert, und mit Schießloͤchern verſehen. Tiefer herab jenſeits des Fluſſes iſt eine erhabene Batterie mit Geſchuͤtz, und gegen Morgen ſind ſalzichte Seen,


