Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

207

Waſſer noch Reſte eines alten Tempels zu ſehen; in deſſen Naͤhe manche andere merkwuͤrdige Bruchſtuͤcke.

II. Von Alexandrien nach Roſetto und Groß⸗Kairo.

Auf dem Wege von Alexandrien nach Ro⸗ ſetto, 24. Oct. 1737, ließen wir Abukir ohngefaͤhr 3 Meilen links liegen, und kamen etwa s Meilen davon zur Ueberfahrt. Der Weg zieht ſich uͤber dem Aus⸗ laufe eines Sees, welchen man fuͤr den unteren Theil des kanopi ſchen Armes des Nils haͤlt. Heracleum lag ohne Zweifel naͤher; weßwegen man auch dieſen Arm den Heracleontiſchen genennt hat. Kano⸗ pus mag noch hoͤher am Fluſſe in der Gegend, wo der Kanal hervor tritt, gelegen ſeyn. Auf der andern Seite dieſer Ueberfahrt iſt eine Herberge zum Ausru⸗ hen der Reiſenden, wo ſie ſich vor den Arabern ſicher halten. Das ganze umliegende Land iſt eine ſandige Wuͤſte, deſſen ungeachtet wurden wir auf Anordnang des engl ſchen Konſuls mit einem praͤchtigen Zelte und Erfriſchungen daſelbſt uͤberraſcht. Nach deren Genuſſe ſetzten wir uns auf ſchoͤne Pferde, welche der Statt⸗ halter von Alexandrien uns, mit Reitknechten zu Fuß, geſendet hatte, und auf welchen wir nach Ro⸗ ſetto ritten.

Dieſe Stadt liegt an der weſtlichen Seite jenes Nil⸗Armes, welcher vor Zeiten die Bolbitiniſche hieß. Sie wird von den Aegyptiern Raſchid ge⸗