Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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Zuͤfall den haͤuslichen Frieden unter dem ver⸗ ſtitmten Ehepaare wieder hergeſtellt hatte, ſo wehrte ſie von nun an jeder Stoͤrung des Frie⸗ dens. Ihre begluͤckende Naͤhe gab Söphiens Herzen die Ruhe wieder, welche die Annaͤhe! rung der Schuld daraus verbannt hatte; ihre klugen und freundlichen Lehren ſchwaͤchten die Einwirkangen der Eitelkeir, die ihr Ohr frem⸗ den Bewerbungen geofnet hatte. Der Graf wurde verabſchiedet, ohne je etwas Anderes als leere Hofnungen erhalten zu haben. Kein an⸗ derer Bewerber folgte ihm, Sophiens Ernſt und ihr unbefleckter Ruf ſcheuchten jeden zuruͤck.

Der Prozeß, durch den Klotilde ſo ungluͤck⸗ lich geworden war, wurde durch einen des Rechtskundigen Freund Beauchateaus unter⸗ ſucht, und dieſer entdeckte, daß der ungluͤck⸗ liche Ausgang deſſelben das Werk grober Un⸗ wiſſenheit, vielleicht auch der Unredlichkeit und Chikane geweſen war. Er wurde von neuem aufgenommen, und das Urtheil der ge⸗ blendeten oder ungerechten Richter umgeſtoßen. Ein anſehnliches Vermoͤgen wurde gerettet.