Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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An Aglaja.

Sie wiſſen, liebenswuͤrdige Aglaja, daß ich nicht zu denen gehoͤre, welche in ihrem Kaͤmmerchen mit den praͤchtigen Marmorſaͤlen andrer unzufrie⸗ den ſind, und nicht wollen, daß man, bey zwan⸗ zig Wachslichtern, aus Silber ſpeiſe⸗ Mir kommt dieſes ganz artig vor, und jenen waͤre vielleicht eben ſo zu Muthe, wenn ſie zuweilen mitgeſpeist haͤtten. Die Leute von der vornehmen Welt haben mir auch nichts zu Leide gethan. Es iſt alſo we⸗ der Neid, noch Rache, wenn ich glaube, daß Sie, meine Freundin, mitten in Ihren glaͤnzenden Zir⸗ keln, dann und wann ſich Ihres ſtillen Kabinets erinnern, und an den kleinen runden Tiſch, um welchen wir ſo vergnuͤgt herumſaßen, mit Sehn⸗ ſucht zuruͤckdenken. Zwar gibt es einige vortreff⸗ liche Seelen in der großen Welt; ich habe deren darin gefunden; aber doch kann das Ganze der⸗ ſelben einer Aglaja unmoͤglich gefallen. Fuͤr zwey oder drey wirkliche Menſchen, die man ſieht, be⸗ gegnet einem wieder ein ganzer Schwarm von Ge⸗ ſchoͤpfen, welche denen gleichen, die II. 1*