Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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verſtellte Tugend ein unſchuldiges Maͤdchen be⸗ trog.— O mein Sohn!

Ein Schatten (mit Sanftmuth, aber mit Würde).

Eraſt! Heilig ſind die Felder Elyſiums; dieſe Klagen entheiligen ſie. Vielleicht iſt dein Sohn in den Gefilden der Nacht, in welchen viele Seelen zu dieſen Wohnungen vorbereitet wer⸗ den. Schon haben unſere Richter den Herold abgeſandt, der die Seelen zuruͤck ruft; er ſoll ihn ſuchen. Iſt er nicht in den Gefilden der Nacht, ſo mußt du den Sohn vergeſſen. Dann ſchoͤpfe ich die zweyte Schale fuͤr dich aus dem Lethe.

(geht ab.)

Eraſt.

In den Gefilden der Nacht?— Aber dann war er nicht ſo redlich, wie er Eliſen ſchien. Dann hat er ihr Tugenden gezeigt, die nicht in ſeiner Seele waren. Wer die Menſchen taͤuſchet, der denket auch die Richter der Hoͤlle zu taͤuſchen. Nein! weil er nicht in dieſen Gefilden iſt, ſo iſt er auch nicht in den Gefilden der Nacht.— Unglucklicher! In welcher Stunde verloreſt du das Recht auf Elyſium?

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