Du liebeſt Ihn, und Sie... Wenn in
ein ſtilles Thal
Die Fruͤhlingsſonne faͤllt, und ſich zum erſten Mal
An ihr ein zartes Veilchen waͤrmt,
Indeß ein leichter Weſt um junge Blaͤtter ſchwaͤrmt;
Wie dann herab von goldner Wolke
Die Blumengoͤttin lacht, ſo laͤchelt Sie dem Volke.
So laͤchelt Sie, die beſte Koͤnigin,
Der Unſchuld hohe Fuͤhrerin,
Der Unſchuld, welche ſonſt in Huͤtten ſich ver⸗ ſtecket,
Und da die kleine Tafel decket.
Ihr Laͤnder! ſeht, wie unverſtellt
Zu Ihr die Tugenden im Schaͤferkleide kamen;
Wie, vor den Augen einer Welt,
Sie nicht die heiligſten der Namen
Fuͤr unbedeutend, Ihrer unwerth haͤlt;
Wie Sie getreu den Gatten kuͤßt,
Und, auch als Koͤnigin, noch eine Mutter iſt...
Ihr Laͤnder! jauchzet Ihr entgegen;
O jauchzet Ihr, und fordert Ihren Segen!
Ein holder Tag, ein ſuͤßer Augenblick! Mich aber winkt Elyſium zuruck;


