Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825) Sämmtliche Werke
Entstehung
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wenigſtens geſehen oder ein Woͤrtchen zu ihr geſprochen zu haben. Allein nie kam es zu einem offenen Bekenntniß ſeiner Zaͤrtlichkeit. Indeſſen blieb ſie die Koͤnigin ſeiner Gedanken; er ſah ſie immer im Roſenlichte, wie einſt Petrarka ſeine Laura. Sie ſtarb in der Bluͤthe ihres Alters im achtzehnten Jahre; Jacobi ſtand im gleichen Alter. Der Schmerz uͤber ihren Ver⸗ luſt war groß und hoͤchſt empfindlich griff er ſein Herz an; aber er wußte ihn zu verbergen. So viel es ihn auch koſtete, war er doch Abends in der Kirche, als man ſie begrub. Um den Lei⸗ chenzug nicht zu ſehen, verſteckte er ſich hinter einen vergitterten Kirchenſtuhl; als er jedoch einmal aufblickte, da trug man eben den Sarg an ihm vorbey. Tief ward er durch dieſe Erſchei⸗ nung erſchuͤttert, er fing an zu beben und zu weinen; der Eindruck blieb unausloͤſchlich. Die Verklaͤrte ward fuͤr lange Zeit die Herrin ſeiner Seele; treu bewahrte er ihr reines Bild und heiliges Andenken. Sie ward ihm zum Schutz⸗ geiſte in den erſten gewoͤhnlich ſo gefaͤhrlichen Univerſitaͤtsjahren; die fromme heilige Liebe ließ keine niedrige neben ſich aufkommen.

Gleich auf dieſen Zeitpunkt, nachdem er ſich zur Theologie beſtimmt hatte, trat er im Jahre