Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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XIII

ten, aber der Leſer wird ſie gewiß am Ende herausfinden. Ich bin dafuͤr, die Welt durch gelinde Arzneimittel, nicht durch heftig wirkende, zu heilen; ja, der Patient ſollte es eigentlich nie wiſſen, daß er ein ſtarkes Mittel genommen hat. Ich habe daruͤber viel aus Erfahrung unter den Haͤnden meines wuͤrdigen Aeskulap in Mainz gelernt.

Ich bin demnach nicht fuͤr die unverſchleier⸗ ten Erzaͤhlungen, welche ihre Moral auf der Oberflaͤche tragen, ſo daß ſie Einem in die Au⸗ gen ſchlaͤgt; ſie ſind ganz dazu gemacht, die ekelen Leſer abzuſchrecken. Im Gegentheil habe ich oft die Moral meiner Erzaͤhlungen zu ver⸗ ſtecken, und ſo viel als moͤglich durch Suͤßigkei⸗ ten und Gewuͤrze zu verbergen geſucht, ſo daß, waͤhrend der einfaͤltige Leſer mit offenem Munde einer Geiſter⸗ oder Liebesgeſchichte zuhoͤrt, ihm eine Pille voll geſunder Moral den Schlund hinunterfliegt, und er am Ende den Betrug gar nicht merkt.

Da das Publikum immer gern etwas Naͤ⸗ heres uͤber die Quellen erfahren mag, aus de⸗ nen ein Schriftſteller ſeine Erzaͤhlungen ſchoͤpft,