11. Cockloft⸗Hall.
Nur wer ſeine Zeit in der raͤuchrigen Atmoſphaͤre der Stadt eingeſchloſſen, unter dem ewigen Raſſeln der Wagen, dem Geſchrei der Menge und den vielen nichts bedeutenden und uͤbertoͤnenden Klaͤngen, welche die Nerven angreifen und den Geiſt abſtumpfen, hinbringt, verſteht und fuͤhlt jene Ausdehnung des Herzens, jene phyſiſche Verjuͤngung, die ei⸗
nem Stadtmenſchen zu Theil wird, wann er ſich aus ſeinem
duͤſtern Gefaͤngniſſe wegſtiehlt, um die freie Himmelsluft
einzuathmen, und ſich des klaren Antlitzes der Natur zu er⸗ freuen. Wer am Ufer eines unſerer majeſtaͤtiſchen Fluͤſſe geluſtwandelt und die Stunde des Sonnenunterganges geſe⸗ hen hat, wenn die wild⸗romantiſche Szenerie umher durch den wolluͤſtigen Adendduft gemildert und beglaͤnzt wird; wenn die kuͤhnen und ſchwellenden Umriſſe der fernen Berge mit dem gluͤhenden Horizont verſchmelzen, und der reiche Mantel des goldenen Widerſcheines uͤber den ganzen weiten
Himmel gezogen iſt— der muß wohl gefuͤhlt haben, wie
reich an Freude⸗Quellen die Natur iſt; wie uͤppig an al⸗ lem dem, was die Sinne beleben und die Phantaſie ergoͤtzen kann. Der luͤſterne Zephyr, mit Duͤften gefuͤllt, weht uns lieblich an; das Zirpen der tauſend Inſekten, mit denen un⸗
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