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fallen; ſie wuͤrde jedoch, unſerer Anſicht nach, mit groͤßerer Wirkung in der Nachtſzene geſpielt haben, wenn ſie das Licht, ſtatt es in der Hand zu halten oden auf den Tiſch zu ſtellen, wie ein großer Dramaturg ſcharfſinnig bemerkte, in ihre Nachthaube geſteckt haͤtte. Dies wuͤrde ſehr maleriſch geweſen ſeyn und die Zerruͤttung ihrer Sinne nur um ſo ſtaͤrker bezeichnet haben.
Mad. Villiers iſt keinesweges ſtark genug fuͤr dieſe Rolle; Lady Macbeth war, wie wir glauben, eine Frau von ſehr ausgedehntem Maße und ſtammte aus dem Rieſen⸗ geſchlecht, obgleich ſie von ihrer kleinen Hand ſpricht, was, im Schlafe geſprochen, nichts beweißt. Wir moͤchten dieſe Rolle in den Haͤnden der Frau ſehen, welche Glum⸗ dalca, die Koͤnigin der Rieſen, in Tom Thumb ſpielte; ſie iſt von herrlichen Dimenſionen und hat, wenn ſie gut raſirt iſt, ein ganz anziehendes Geſicht; da ſie auch von ſtarken Nerven iſt, ſo wird ſie bei ſo gewoͤhnlichen Ereigniſſen, wie ſie in Macbeth vorkommen, nicht zu ſehr erſchrecken.—
Vor wenigen Tagen war ich mit meinem Freund Sni⸗ vers, dem Pfahlbuͤrger, im Theater; er iſt in der Ge⸗ ſchichte des Aſchenbroͤdels, des Blaubarts und allen den herr⸗ lichen Werken genau bekannt, die einen Mann jetzt befaͤhi⸗ gen, das neue Drama zu erfaſſen. Snivers iſt einer der unertraͤglichen Kerle, die mit nichts zufrieden ſind, das ſie nicht erſt in die Kreuz und Quer gezogen und platt ge⸗ ſchlagen haben, um zu ſehen, ob es mit ihren Anſichten von Kunſtwerken uͤbereinſtimmt; und da er keiner von den ſchnellſten im Denken iſt, ſo koͤmmt er manchmal mit ſei⸗


