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fangenen, dann und wann Stimmen der Chor⸗ knaben in der Entfernung, welche die Litaneien der Heiligen ſangen,— dieſes Alles ließ ſich itzt deutlicher vernehmen.
Die Geſichter der Gefangenen waren gei⸗ ſterbleich und troſtlos. Selbſt an denen, welche
Verzeihung erhalten hatten, und die den Sanbe⸗
nito oder das Bußgewand trugen, konnte man die Spuren der Schreckniſſe bemerken, die uͤber ſie ergangen waren. Einige waren durch lange Einkerkerung erſchoͤpft, und ſchwankten daher; Andere waren verkruͤppelt, und ihre Glieder durch verſchiedene Torturgrade verdreht; jedes Geſicht bot einen traurigen Spiegel dar, welcher die Ge⸗ heimniſſe des Gefaͤngniſſes verrieth. In den Blicken derjenigen, die zum Tode verurtheilt wa⸗ ren, lag etwas Wildes und Furchtbares. Sie ſchienen, durch das Vergangene aufgereizt, der Zukunft kuͤhn entgegenzutreten. Von dem Muthe der Verzweiflung entflammt, und mit einer jin ſich abgeſchloſſenen Entſchiedenheit, blickten ſie dem gewaltigen Kampfe mit Qual und Tod, welchen ſie in kurzem kaͤmpfen ſollten, in die Augen. Einige warfen zuweilen einen wilden, angſtvollen Blick umher auf den hellen Tag, auf die„ſonnenbeſchienenen Pallaͤſte“, die
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