Teil eines Werkes 
1. Bd. (1823)
Entstehung
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ich ſie zuerſt betrachtet, ſich haͤtte abſtumpfen ſol⸗ len. An Gegenden gewoͤhnt, die gewiſſermaßen erſt eine Geſchichte erhalten ſollten, wo alles in der Kunſt neu und im Fortſchreiten begriffen war, und eher auf die Zukunft als auf die Ver⸗ gangenheit hindeutete, kurz, wo des Menſchen Werk nur an ſein kurzes Vorhandenſeyn erin⸗ nerte, und erſt in der Entfernung die Ausbildung verhieß lag fuͤr mich in dem Anblick von unge⸗ heueren, in Alter ergrauten und in Truͤmmer dahinſinkenden Gebaͤudemaſſen, etwas unbeſchreib⸗ lich Ergreifendes. Ich kann die ſtumme, aber gewaltige Bewegung nicht beſchreiben, mit der ich eine große kloͤſterliche Truͤmmer, wie die Ab⸗ tey von Tintern,) in dem Schooße eines ſtillen Thales ruhend, und von der Welt abgeſchieden, als ob ſie immer nur fuͤr ſich gelebt haͤtte, oder eines kriegeriſchen Bauwerks, wie das Schloß von Conway, das in ſtarrer Oede, auf ſeiner Felſen⸗ hoͤhe, eine leere, doch drohende Erſcheinung ent⸗ ſchwundener Macht da ſteht, betrachtet habe. Sie verbreiten einen großartigen, duͤſtern und fuͤr mich ganz ungewoͤhnlichen Reiz uͤber eine Landſchaft: ich ſah zum erſtenmale Spuren des Alters eines

*) Eine der ſchönſten klöſterlichen Ruinen, in Süd⸗Wales. Conway liegt ebenfalls in Wales, aber nördlich, Ueberſ.