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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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Herzen gewann, und eine gütige und ſegenreiche Regie⸗ rung verſprach. Er hatte ein edles Aeußere, körperliche Kraft, mit männlicher Schönheit gepaart; ſeine Geſichts⸗ farbe war ungemein ſchön, und er erhöhte, den arabi⸗ ſchen Geſchichtſchreibern zufolge, die Wuͤrde und Maje⸗ ſtät ſeiner Erſcheinung dadurch, daß er ſeinen Bart zu einer bedeutenden Länge wachſen ließ, und ihn ſchwarz färbte. 72 hatte ein treffliches mit Schätzen des Wiſſens und der Gelehrſamkeit ausgerüſtetes Gedächtniß; er war lebendigen Geiſtes, galt für den beſten Dichter ſeiner Zeit und war anmuthig, zugänglich und fein in ſeinem Benehmen. Yuſef beſaß den, allen edlen Geiſtern ge⸗ meinſchaftlichen Muth; aber ſein Geiſt war mehr für den Frieden als für den Krieg gebildet, und er war bei den wiederholten Gelegenheiten, wo er zu den Waffen greifen mußte, gewoͤhntich unglücklich. Er nahm die Milde ſeines Charakters mit in das Kriegsleben hin⸗ über, verbot alle muthwillige Granſamkeit, und befahl den Frauen und Kindern, den Bejahrten und Kranken, und allen Mönchen und Perſonen eines frommen und abgezogenen Lebens Gnade und Schutz angedeihen zu laſſen. Unter andern unglücklichen Unternehmungen be⸗ gann er auch, in Verbindung mit dem König von Ma⸗ rocco, einen Feldzug gegen die Könige von Caſtilien und Portugal, wurde aber in der denkwürdigen Schlacht von Salado geſchlagen, ein großer Unfall, welcher der Macht der Moslemin in Spanien beinahe den Todes⸗ ſtoß gegeben hätte.

Naſef erfreute ſich nach dieſer Niederlage eines lan⸗ gen Waffenſtillſtandes, während welcher Zeit er ſich dem