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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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große Stadt mit Thürmen, Paläſten und einer Kathe⸗ drale unter mir ſah.⸗

«Ich ſtieg ſorgfältig den Hügel nieder, indem ich mein Pferd führte, denn ich fürchtete mich, es wieder zu beſteigen und mir einen mißlichen Streich von ihm ſpie⸗ len zu laſſen. Beim Herabſteigen ſtieß ich auf eure Streifwache, welche mir das Geheimniß enthüllte, daß Granada vor mir liege, und daß ich unter den Mauern der Alhambra ſey, der Veſte des gefürchteten Statthal⸗ ters Manco, des Schreckens aller bezauberten Moslemin. Als ich dies hörte, beſchloß ich ſofort, Eure Excellenz aufzuſuchen, euch von allem, was ich geſehen hatte, zu unterrichten und vor den Gefahren zu warnen, welche euch umgeben und untergraben, damit ihr bei Zeiten Maßregeln ergreift, eure Veſte und ſelbſt das Königreich vor dieſem innern Heere zu ſichern, das in den Einge⸗ weiden des Landes lauert.⸗

«Und höret, Freund,» ſagte der Statthalter, awas würdet ihr als alter Soldat und als Krieger von vie⸗ ler Erfahrung mir zu thun rathen, um dieſem Uebel zuvorzukommen?.

«Es ziemt ſich nicht fur den demüthigen gemeinen Soldaten,v ſagte der Fremde beſcheiden,«einen General von Eurer Excellenz Scharfſinn belehren zu wollen; allein es dürfte gut ſeyn, wenn Eure Excellenz alle Höhlen und Eingänge in die Berge mit gutem, feſtem Mauer⸗ werk vermachen ließ, ſo baß Boabdil und ſein Heer in ihrer unterirdiſchen Wohnung vollkommen eingepfropft wären. Wenn auch der gute Pater, fügte der Soldat

binzu, beugte ſich ehrerbietig vor dem Mönch und be⸗ 44— 47. 21