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Ruy Blas : Drama in fünf Handlungen / von Victor Hugo. Dt. von C. Dräxler-Manfred
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Leg' ich mein Haupt auf einen Pfaaſterſtein Dort vor'm Pallaſte Treve und ſchlafe ein. Neun Jahre glänzt der blaue Himmel über Mein hartes Lager und ich bin zufrieden. Mein Loos iſt ſchön. Indeſſen meint die Welt, Ich ſei im fernen Indien längſt geſtorben. Der Brunnen bietet Waſſer, das ich trinke, Dann geh' ich ganz vergnügt ſpazieren. Mein Pallaſt, worin ich all mein Gut verſchwendet, Gehört dem Nunzius Espinola jetzt. Wenn ſich dahin mein Schritt zufällig wendet, Seh' ich die Menge, die ſich drängt und hetzt, Und einen Bacchus über'm Thore meißelt. Ich ſprech' ein Wort, das lobet oder geißelt; So frag' ich denn auch jetzt ganz ohne Sorgen: Wollt Ihr mir Vetter, zwanzig Thaler borgen?

Don Salluſt. Hört mich!...

Don Cäſar (die Arme kreuzend.) Wohlan, laßt Euren Styl jetzt hören.

Don Salluſt. 5 Herkommen ließ ich Euch, um Euch zu nützen. Seht Cäſar, ich bin reich und kinderlos, Was mehr noch, Euer Vetter. Schmerzlich ſeh' Ich Euch zum Abgrund taumeln; reißen will Ich Euch davon. Wie Ihr auch prahlt: Ihr ſeid

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