Druckschrift 
Orientalen und Balladen / Victor Hugo. Dt. von O. L. B. Wolff
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Um ſich zu nah'n den heil'gen Mauern, Dem frommen Kloſter, Gott geweiht,

Legt oftmals an, der freche Räuber, Ein härnes Eremitenkleid.

Selbſt in des Tempelherren Rüſtung Schlich er ſich ein, der Schlaue, dort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber,

Thut eure rothen Schürzen fort.

Die Chronik ſagt, es gab die Nonne,

Verleitet von der Hölle Macht, Dem Räuber, bei dem Heihgenbilde Ein Stelldichein, in dunkler Nacht. Zur Stunde wo die Raben krächzen Und ſich in Schaaren treiben fort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.

Padilla wollte, Anathema! Einſt, die verſtockte Sünderin, Sich in der Kirche ſelber geben Dem Räuber, voller Inbrunſt, hin, Bis zu der Stunde, wo die Kerzen Erlöſchen auf den Leuchtern dort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.