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Man ſagt, daß an dem Tag, ſo wie empor ſich richtet, Ein Züchtling, der im Kerker ſchon ergraute,
um anzuſeh'n, wenn Einer wird gerichtet,
Babel, die Sünderin, hinüber ſchaute.
Man hörte, während dieſes ſich ergeben,
Furchtbares Lärmen, das die Welt erfüllte,
So furchtbar, daß es ſelbſt in Schrecken hüllte
Die Völker, die in dunkeln Höhlen leben.
10.
Die Gluth war unerbittlich. Aus der Stadt, Der brennenden, floh Keiner todesmatt; Doch hob er hoch empor die feigen Hände, und die zum letzten Male hier ſich ſah'n, Die fragten, welche Gottheit den Vulcan Mit ſeinen Flammen auf die Mauern ſende.
Gegen die göttliche, die wilde Gluth,
Schützt nimmer ſie der Marmordächer Hut,
Gott weiß den, der ihm trotzt, zu richten.
Sie rufen ihren Göttern— doch ſie ſeh'n,
Wie die granit'nen Augen, die unbeweglich ſteh'n, Zu Lavathränen plötzlich ſich verdichten.


