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Hätt' euer Unterdrücker an das Gute,
Was er euch darbot, nicht geknüpft die Schmach— Des Mitleids für Franzoſen ſchuldig,
Nicht hättet ihr geweigert euch, geduldig
Geſtanden, was der Kläger ſprach.
Es iſt vorbei; von eurem Blute raucht
Bald das Schaffott— des Urtheils Worte ſchallen; In leiſem Murmeln— Furcht erſtickt es— haucht Das Volk ſein Schaudern durch die finſtern Hallen. Geht einmal noch in eure Kerkerhöhlen,
Auf kurze Zeit nur!— Rein ſind eure Seelen!
Fleht ohne Schrecken! ſchneidet ab das Haar,
Das noch die Mutter jüngſt mit Blumen ſchmückte;— Nicht dachte ſie, da ſie die Blumen pflückte,
Daß Mohn des Todes auch darunter war.
Bald zieret euer Haupt der Kranz auf's Neue, Dort, wo ihn euch ein Engel bringt.
Durch Himmelsjungfraun wird die Weihe
Der Todtenhymne, die zum Block euch ſingt. Dort ſehet ihr Charlotte'n, die Gerechte,
Die zum Voraus euch, eine Judith, rächte; Dort auch Sombreuil, Eliſabeth, Cazotte; Und all' die Märtyrer, die heibgen Zeugen, Von deren Schaalen Weihrauchdüfte ſteigen Dem erſten Märt'rer, dem erwürgten Gott!


