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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Marion Ctritt wankend und wie von Gedanken der Verzweiſlung er⸗ griffen, vor. Von Zeit zu Zeit fährt ſie mit der Hand über das Geſicht, als ſuchte ſie etwas abzuwiſchen). Seine Lippen Sind wie ein glühend Eiſen, haben mich Gebrandmarkt.

(Plötzlich erblickt ſte im Dunkeln Didier, ſtößt einen Schrei aus, eilt auf ihn zu und ſtürzt ihm keuchend zu Füßen.)

Didier! Didier! Didier! Didier(wie plötzlich aufgeweckt). Sie hier! O Gott! ckalt) Sie ſind's! Marion(das Hauvt aufbebend). Wer ſoll's denn ſein? O, laß' mich hier, zu deinen Füßen laß' mich. Es iſt mir hier ſo wohl. Gib deine Hände, Die lieben Hände, gib ſie mir. Verwundet Von Ketten nicht? Wehl! die Unglücklichen! Ich bin hier, ſiebſt du? denn es iſt ſehr gräßlich! (Sie weint. Man hört ſie ſchluchzen.) Didier. Was weinen Sie? Marion. Nein! Wein' ich denn? Ich lache. (Sie lacht.) Wir werden gleich entfliehn. Ich bin zufrieden, Ich lache; er wird leben!'s iſt vorüber.