— 258— Der König. Nicht doch,— Gerechtigkeit!— Zwei Falkoniere, Ein ſchrecklicher Verluſt.— Sie werden ſterben. L'Angely. Wie Sie und ich.— Groß oder klein, der Tod Verzehrt es mit demſelben Appetit; Doch ſo gedrückt ſie immer ſich befinden, Die Todten ſchlafen doch behaglich.— Sire! Der Cardinal quält und belaſtigt Sie— Geduld— ein Tag— ein Monat— nach'nem Jahr, Wenn wir ſo recht in der vergönnten Zeit Den Hofnarr'n ich, den König Sie, den Herrn Der Cardinal gemacht— ſo ſchlafen wir.— Wie ſtolz man immer ſei, wie groß ſich auch In ſeinem Wahn ein Menſch gedünkt, es hat Doch Keiner mehr im Sarge, als ſechs Fuß.— Er wird ſchon in der Sänfte hingeſchleppt.... Der König. Das Grab iſt heiter— düſter iſt das Leben, Und hätt' ich dich nicht, um mich zu ergetzen... L'Angely. Ich komme juſt, Euch Lebewohl zu ſagen. Der König. Was ſprichſt du da? L'Angely. Sire! Ich verlaſſe Sie.
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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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