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Homodei. Wenn Euch Furcht beſchleicht, ſo habt Ihr noch Zeit; noch ſteht Euch dieſe Pforte offen; eilt zurück!
Rodolfo. Furcht? nicht für mich, doch für ſie! — Doch wer bürgt mir für Euch?
Homodei. Ich will Euch's ſagen, da Ihr's ver⸗ langt. Vor acht Tagen ginget Ihr— es war ſchon ziemlich ſpät in der Nacht— über den Platz San Pro⸗ docimo. Ihr waret allein. Ihr vernahmt hinter der Kirche Degengeklirre und Nothruf; Ihr eiltet herbei.
Rodolfo. Ganz recht; und ich befreite einen Ver⸗ mummten von drei Meuchelmördern, die es auf ſein Le⸗ ben abgeſehen hatten.
Homodei. Er verſchwand, ohne Euch ſeinen Na⸗ men zu nennen oder Euch zu danken. Jener Mann mit der Maske war ich. Seit jener Nacht meine ich's gut mit Euch, Signor Ezzelino. Ihr kennt mich nicht, doch ich kenne Euch. Ich ſuchte Euch mit der Dame Eures Herzens zuſammen zu bringen; das war Dankhbarkeit von mir, weiter nichts. Traut Ihr mir jetzt?
Rodolfo. Gewiß, und ich dank' Euch!— Ich fürchtete nur irgend einen Verrath gegen ſie! Ich fühlte eine Laſt auf dem Herzen, du nimmſt ſie von mir. Ja, du biſt mein Freund, mein Freund für ewig! Du thuſt mehr für mich, als ich für dich gethan.— Oh, ich hätte nicht länger gelebt, ſah ich Catarina nicht; ſieh, ich hätte mich getödtet, mich der Verdammniß hingeworfen. Ich


