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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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gibſt du dich in deine Kammer hinauf und bleibſt dort, ohne irgend etwas zu hören oder zu ſprechen!

Reginella. Ich werde gehorchen, Signor.

Homodei. Wo iſt deine Herrin?

Reginella. Sie betet im Orator.

Homodei. Kommt ſie nachher zurück?

Reginella. Ja, Signor.

Homodei. Doch nicht vor einer halben Stunde?

Reginella. Nein, Signor!

Homodei. Gut! Geh! Und vor allem: ſchweig! Was auch immer hier vorgehe, du kümmereſt dich nicht darum. Die Katze ſpielt mit der Maus, was geht's dich an? du ſahſt mich nicht, du weißt nicht, daß ich auf der Welt bin; damit holla; verſtanden? Wagſt du em Wort, ich hör' es; einen Augenwink, ich ſeh' ihn: ein Zei⸗ chen, einen Händedruck, ich fühle ihn. Jetzt fort!

Reginella. O mein Gott, wer ſoll denn ſterben?

Homodei. Du, wenn du plauderſt!

(Auf ein Zeichen Homodei's entfernt ſie ſich durch die kleine Thüre neben dem Betſtuhl. So⸗ bald ſie fort iſt, nähert ſich Homodei dem großen Wandtiſch, der ſich wieder dreht; draußen ſieht man einen dunklen Schlupf⸗ gang.)

Signor Rodolfo; Ihr könnt jetzt eintreten. Neun Stu⸗ fen hinan!

(Man hört Schritte auf der heimlichen Treppe. Rodolfo erſcheint.)