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Tisbe. Nun,— weil es denn eben ein Schlüſſel iſt,— ſo will ich ihn nicht;— da nehmt ihn!
Angelo. Wie? Wünſcht Ihr ihn etwa zu beſitzen, Tisbe?
Tisbe. Vielleicht;— doch, bloß als ein Geſchmeide
von köſtlicher Kunſtarbeit.
Angelo. O ſo nehmt ihn!
(Er macht ihn von der Halskette los.)
Tisbe. Ach nein!— Hüätte ich früher gewußt, daß es ein Schlüſſel iſt, ich hätte mit Euch gar nicht davon geſprochen. Ich will ihn nicht, ſag' ich Euch ja. — Ihr braucht ihn vielleicht auch nothwendig.
Angelo. O nur ſehr ſelten. Uebrigens hab' ich noch einen andern. Deßhalb könnt Ihr ihn nehmen, ich ſchwör' es Euch.
Tis be. Nein, ich habe keine Luſt mehr darnach.— Ei, kann man mit dieſem Schlüſſel auch Thüren öffnen? Er iſt doch ſo winzig!
Angelo. Doch, doch! dergleichen Schlüſſel fertigt man für heimliche Schlöſſer. Dieſer hier öffnet mehre Thüren, und unter andern auch die eines Schlafgemachs.
Tisbe. In der That?— Nun denn, da Ihr es durchaus wollt, ſo nehme ich ihn an.(Sie nimmt ihn.)
Angelo. Ich dank' Euch!— Ach, welches Glück!
Ihr habt doch eine Kleinigkeit von mir angenommen:— ich dank Euch!


