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Tisbe. O ich Unſelige!— Du biſt nicht, wofür ich dich hielt. Ah, der Podeſta argwohnte ſo'was; du biſt ein furchtbarer Menſch!— Wer biſt du? Ha, wer biſt du?— Rodolfo bei einem Weibe! In der nächſten Nacht! Das wollteſt du ſagen? Nicht? Meinteſt du das?
Homodei. Weiß nicht.
Tisbe. Ah, du lügſt;'s iſt unmöglich! Rodolfo liebt mich ja!.
Homodei. Weiß nicht.
Tisbe. Elender, du lügſt!— Ha, wie er lügt! Du biſt erkauft! Mein Gott, ſo hab' ich denn Feinde, — ich! Doch Rodolfo liebt mich!— Geh! das wird dir nicht gelingen, mich zu beunruhigen. Ich glaube dir nicht. Du magſt wohl wüthend werden, wenn du ſiehſt, daß alles, was du mir lagten, keine Wirkung auf mich macht!—
Homodei. Ihr werdet ohne Zweifel bemerkt ha⸗ ben, daß der Podeſta, Monſignor Angelo Malipieri, an ſeiner Halskette ein kleines, kunſtreich gearbeitetes, gold⸗ nes Geſchmeide trägt! Dies Geſchmeide iſt ein Schlüſ⸗ ſel. Stellt Euch an, als wünſchtet Ihr denſelben— eben als Geſchmeide— zu beſitzen. Bittet ihn darum, doch verhehlt ihm, wozu wir ihn gebrauchen wollen.
Tisbe. Ein Schlüſſel,— ſagſt du? Ich werde ihn nicht verlangen; nichts will ich verlangen.— Dieſer
Schändliche, der mir meinen Rodolfo verdächtigen
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