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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Rodolfo gallein). Was für ein Menſch iſt dieſer? Ach, gleichviel! Mitternacht! Um Mitternacht! Wie lang iſt's noch von jetzt bis Mitternacht! O, Catarina, für dieſe Eine Stunde, die er mir verſpricht, hätt' ich ihm mein ganzes Leben hingegeben!(Tisbe tritt auf.)

Fünfte Scene. Rodolfo. Tisbe.

Tisbe. Ich bin's wieder, Rodolfo, ich! Guten Morgen! Ich konnte es nicht länger aushalten, ohne dich zu ſehen. Ich kann mich von dir nicht trennen, ich folge dir überall, ich denke und lebe nur durch dich. Ich bin der Schatten deines Körpers, du die Seele des meinigen.

Rodolfo. Nehmt Euch in acht, Tisbe, meine Familie bringt Unheil; es ruht eine Fluchweiſſagung auf uns, die ſich faſt unvermeidlich von Vater auf Sohn er⸗ füllt; wir verderben und tödten, was uns liebt.

Tisbe. Nun, ſo wirſt du mich tödten. Und dann?... vorausgeſetzt, daß du mich liebſt?...

Rodolfo. Tisbe!..

Tisbe. Dann wirſt du ja um mich weinen. Ach, weiter will ich ja nichts!

Rodolfo. Tisbe! Ihr verdient die Liebe eines Engels!(Er küßt ihr die Hand und entfernt ſich langſam.)