und geſchmückt, andere ganz nackt, aber phantaſtiſch bemalt und auf das bunteſte bewaffnet.
Die Friedenspfeife wurde jetzt mit der gehörigen Feierlichkeit gebracht. Der Kopf war von einer rothen, vorphyrartigen Steinart; die Röhre war ſechs Fuß lang und mit rothgefärbten Roßhaar⸗Büſchen geſchmückt. Der Pfeifenträger trat in den Kreis, zündete die Pfeife an, hielt ſie gegen die Sonne, dann gegen die verſchiedenen Punkte des Kompaſſes und übergab ſie dann dem Ober⸗ haupte der Wilden. Dieſer that einige Züge, nahm dann den Kopf der Pfeife in ſeine Hand und bot das andere Ende Hunt und der Reihe nach den andern Weißen dar.
Als alle geraucht hatten, galt dies für einen Austauſch gegenſeitiger Freundſchaftsverſicherungen und Hunt hielt nun eine Rede in franzöſiſcher Sprache, die Pierre Dorion am Schluſſe jedes Satzes überſetzte. Er benachrichtigte die Sioux von dem wirklichen Zwecke ſeiner Reiſe, dem⸗ zufolge er nicht beabſichtige, mit irgend einem Stamme an dem Fluſſe hinauf Handel zu treiben, ſondern das Gebirg zu überſteigen und den großen Salzſee des Weſten aufzuſuchen, wo ſie auf andere ihrer Brüder zu ſtoßen hofften, welche ſie ſeit eilf Monaten nicht geſehen. Er habe von der Abſicht der Siouxr gehört, ſich der Fort⸗ ſetzung ſeiner Reiſe zu widerſetzen, und ſei, wie ſie wohl ſähen, gerüſtet, ſie fortzuſetzen, was auch geſchehen möge; demungeachtet ſeien ſeine Gefühle gegen die Sioux freund⸗ licher Art, und er habe ihnen, um ſie davon zu überzeugen, Geſchenke von Taback und Mais mitgebracht.


