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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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ſehrt bewahrt hatte. Er hatte den größern Theil ſeines Lebens im Schoos ſeiner Familie und in der Geſell⸗ ſchaft von Zunftvorſtehern, Aelteren und ſtädtiſchen Be⸗ dienſtigten, an den friedlichen Ufern des Connecticut, hingebracht, als er plötzlich aufgefordert wurde, ſein Roß zu beſteigen, ſeine Büchſe auf die Schulter zu nehmen und ſich in den unwegſamen Wildniſſen des fernen Weſten mit rauhen Jägern, Hinterwäldlern und nackten Wilden einzulaſſen.

Ein anderer meiner Reiſegefährten war Hr. L., von Geburt ein Engländer, aber einem fremden Ge⸗ ſchlechte entſtammt; er hatte die ganze Elaſtizität und den fügſamen Geiſt eines Eingbornen des Feſtlandes. Da er viele Länder bereiſt hatte, war er bis zu einem gewiſſen Grade ein Weltbürger geworden, und fand ſich leicht in jeden Wechſel. Er beſchäftigte ſich mit tauſend Dingen: er war Botaniker, Geologe, Käfern⸗ und Schmetterlings⸗Jäger, Dilettant in der Muſik, Skizziſt von nicht geringen Anſprüchen, kurz, ein vollkommener Tauſendkünſtler; dazu kam noch, daß er ein unermüd⸗ licher, wenn auch nicht immer glücklicher Jagdfreund war. Nie hatte jemandmehr Eiſen im Feuer, und niemand war ſonach geſchäftiger und munterer. Mein dritter Reiſegenoſſe hatte jenen aus Europa begleitet und reiſte als ſein Telemach mit ihm; er mochte wohl, wie ſein Vorbild, ſeinen Mentor gelegentlich in Verlegen⸗ hiet und Unruhe verſetzen. Er war ein junger Graf aus der Schweiz, kaum einundzwanzig Jahre alt, voller