bocker, aus New⸗York gebürtig, dieſen hiſtoriſchen Ver⸗ ſuch an's Licht.) Wie Herodotus, der große Vater der Geſchichte, deſſen Worte ich ſo eben anf mich angewandt, handle ich von längſt vergangenen Dingen, über welche das Zwielicht der Ungewißheit bereits ſeine Schatten ge⸗ worfen hat und auf welche die Nacht der Vergeſſenheit bereits unerbittlich herabzuſteigen im Begriff war. Mit großer Beſorgniß ſah ich ſchon lange die Geſchichte die⸗ ſer ehrwürdigen alten Stadt dem Erfaſſen unſerer Hände entrinnen, auf den Lippen des redſeligen Alters erzittern und tagtäglich ein Stück nach dem andern in's Grab ſin⸗ ken. Wie kurze Zeit noch, dachte ich, und jene ehrwür⸗ digen holländiſchen Bürger, wankende Denkmäler der gu⸗ ten alten Zeiten, werden zu ihren Vätern verſammelt ſeyn; ihre Kinder, von verführeriſchen Vergnügungen oder unbedeutenden Beſchäftigungen in Anſpruch genom⸗ men, werden es verſäumen, mit den Erinnerungen der Vergangenheit zu geizen, und die Nachwelt wird ſich vergebens nach Memoiren aus den Tagen der Patriarchen umſehen. Der Urſprung unſerer Stadt liegt dann in ewiger Vergeſſenheit begraben und ſelbſt die Namen und Thaten eines Wouter Van Twiller, eines Wilhelmus Kieft und Peter Stuyveſants, erſcheinen gleich denen des Romulus und Remus, Karls des Großen, König Ar⸗ thurs, Rinaldo's und Gottfrieds von Bouillon, in Dun⸗ kel und Erdichtung gehüllt.
Feſt entſchloſſen, dieſe drohende Gefahr, ſo viel ich vermöchte, abzuwenden, ſammelte ich unermüdlich alle


