Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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Columbus war ein Mann von großem und erſinderiſchem Geiſte. Die Bewegungen ſeines Gemuͤthes waren kraͤftig, doch unregelmäßig, und brachen zuweilen mit jener unbe⸗ zwinglichen Gewalt hervor, welche Geiſtern von dieſer Hoͤhe eigen iſt. Sein Verſtand hatte ſich alle Arten von Kennt⸗ niſſen, die mit ſeinen Praͤnen in Beruͤhrung ſtanden, zu ei⸗ gen gemacht, und wenn auch ſeine Bildung fuͤr den heuti⸗ gen Tag beſchraͤnkt und einige ſeiner Irrthuͤmer ſehr be⸗ greiflich erſcheinen moͤgen, ſo ruͤhrt dieſes daher, weil dieſe Zweige der Wiſſenſchaften damals noch duͤrftig ausgebildet waren. Seine eignen Entdeckungen warfen ein Licht auf die Unwiſſenheit ſeiner Zeit, fuͤhrten Conjecturen zur Ge⸗ wißheit und verſcheuchten unzaͤhlige Irrthuͤmer, mit welchen er ſelbſt zu kaͤmpfen gehabt hatte.

Sein Ehrgeis war edel und großartig. Er war erfuͤllt von hohen Entwuͤrfen und duͤrſtete nach Auszeichnung in großen Unternehmungen. Es iſt behauptet worden, es haͤt⸗ ten ſich gewinnſuͤchtige Abſichten in ſeine Plaͤne gemiſcht und ſeine Stipulationen mit dem ſpaniſchen Hofe ſeyen ſelbſtiſch und habſuͤchtig geweſen. jeſe Beſchuldigung iſt rüͤckſichtslos und ungerecht. Er ſtrebte nach Wuͤrden und Reichthuͤmern nur auf dieſelbe hohe Art, wie er ſeinen Ruhm verfolgte; ſie ſollten aus den Laͤndern fließen, die er entdecken würde, und ihrer Wichtigkeit angemeſſen erſcheinen. Keine

Bedingung konnte wohl gerechter ſeyn. Er verlangte nichts von ſeinen Gebietern, als das Commando uͤber die Laͤnder, die er ihnen zu erwerben hoffte, und einen Antheil an dem Ertrag derſelben, um die Wuͤrde dieſes Commando's damit