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er von der frechen Zuͤgelloſigkeit einer Rotte von Raͤubern in Sorgen und Noth verſetzt. Columbus berieth ſich ernſtlich mit den wichtigſten Per⸗ ſonen ſeiner Umgebung. Er fand, daß ein großer Theil des Mißvergnuͤgens im Volke dem ſtrengen Regimente ſei⸗ nes Bruders zugeſchrieben wurde, den man anklagte, daß er mit eiſerner Hand die Gerechtigkeit verwalte. Aber Las Caſas, welcher alle aus verſchiedenen Quellen geſammelte Zeugniſſe uͤber das Betragen des Adelantado einſah, ſpricht ihn von jeder Beſchuldigung dieſer Art frei, und verſichert, daß er insbeſondere gegen Roldan ſich mit großer Maͤßigung benommen habe. Columbus beſchloß nach dem Rathe ſeiner Freunde und nach den Eingebungen ſeines eignen verſoͤhn⸗ lichen Gemuͤthes, die aͤußerſte Milde zu verſuchen. Er ſchrieb einen Brief an Roldan, vom 20. October datirt, in den verſoͤhnendſten Ausdruͤcken, mit der Erinnerung an ſeine fruͤhere guͤtige Behandlung, und mit der Aeußerung des tiefen Schmerzes, daß er ſolche Fehden zwiſchen ihm und dem Adelantado erleben muͤſſe. Er beſchwor ihn we⸗ gen des allgemeinen Beſten und zur Ehre ſeines eignen Namens, der bei den Souverainen etwas gelte, nicht auf ſeinem Ungehorſam zu beharren. Er wiederholte die Ver⸗ ſicherung, daß wenn er und ſeine Gefaͤhrten kommen woll⸗ ten, er fuͤr die Unverletzlichkeit ihrer Perſonen ſein Wort zum Pfande gebe... Schwierig war es, einen Ueberbringer fuͤr dieſen Brief zu finden. Die Rebellen hatten erklaͤrt, daß ſie Nieman⸗ den zum Vermütttler annehmen wuͤrden, als Alonzo Sanchez


