Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
Einzelbild herunterladen

21 von Unzufriedenen und unnuͤtzen Menſchen zuruͤckſchicken, um ſie durch maͤßige und arbeitſame Leute erſetzen zu koͤnnen. Er bat auch, man moͤge Geiſtliche fuͤr den Unterricht und die Be⸗ kehrung der Indianer und, was eben ſo noͤthig ſey, auch fuͤr die Sinnesaͤnderung der zuͤgelloſen Spanier heruͤberſenden. Er verlangte ferner einen gelehrten und in der Rechts⸗ praxis erfahrenen Mann, um als Richter der Inſel vorge⸗ ſetzt zu werden, nebſt einigen Beamtendes koͤniglichen Schatzes. Nichts konnte gegen die Richtigkeit und Klugheit dieſer For⸗ derungen eingewandt werden, aber ungluͤcklicherweiſe befleckte ein Anhäͤngſel die moraliſche Schoͤnheit dieſes trefflichen Briefes. Er bat, den Spaniern moͤchte noch zwei Jahre länger erlaubt ſeyn, die Indianer als Sclaven zu benutzen, doch nur ſolche, die im Krieg oder bei Empoͤrungen gefan⸗ gen genommen wuͤrden. Columbus konnte die Sitten der Zeit zu ſeiner Entſchulbigung anfuͤhren, doch iſt es im⸗ mer ein Abweichen von ſeiner ſonſtigen Gefuͤhlsmilde und von ſeiner vaͤterlichen Sorgfalt fuͤr dieſes ungluͤckliche Volk.

Zu gleicher Zeit ſchrieb er einen anderen Brief, der von ſeiner neuen Reiſe Auskunft gab; er ſuͤgte eine Karte, auch Proben von Gold und inſonderheit von Perken bei, die ſie in dem Golf von Paria gewonnen hatten. Vorzugsweiſe fuͤr dieſe Letzteren nahm er die Aufmerkſamkeit in Anſpruch, da es die erſten Proben von Perlen ſeyen, die in der neuen Welt gefunden worden. In dieſem Briefe war es, wo er das neuentdeckte Feſtland in ſo enthuſiaſtiſchen Ausdrücken beſchrieb, als das geſegnetſte Land des Oſtens, die Quelle unerſchoͤpflicher Schaͤtze, den vermuthlichen Sitz des irdiſchen