Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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that er das Anerbieten, ſich mit ſeinem Anhang von den andern zu trennen und an einen Ort zu ziehen, den ihm der Adelantado bezeichnen werde. Dieſer benannte ihm ſo⸗

gleich das Dorf des Caziken Diego Colon, des von den

Lucayiſchen Inſeln gebuͤrtigen Indianers, der in Spanien getauft worden war und nachher die Tochter des Guarionex geheirathet hatte. Roldan machte den Einwand, es gebe hier keine hinlaͤnglichen Vorraͤthe fuͤr den Unterhalt ſeiner Leute, und nahm mit der Erklaͤrung Abſchied, daß er einen paſſenderen Sitz anderswo ſuchen wolle.*)

Er machte nun ſeinen Begleitern den Vorſchlag, ſich in der entfernteren Provinz Xaragua niederzulaſſen und foͤrm⸗ lich von ihr Beſitz zu nehmen. Die Spanier, welche von dort zuruͤckgekommen waren, hatten glaͤnzende Beſchreibun⸗ gen gemacht, von dem Leben, das ſie dort gefuͤhrt, von der Fruchtbarkeit des Bodens, der Lieblichkeit des Clima's, der Gaſtfreundſchaft und Artigkeit des Volkes, von ihren Feſten Taͤnzen und verſchiedenerlei Beluſtigungen, und vor Allem von der Schoͤnheit der Weiber, denn ſie waren von den Reizen der tanzenden Nymphen von Xaragua ganz bezau⸗ bert worden. In dieſer herrlichen Gegend, dem eiſernen Scepter des Adelantado entwachſen und von druͤckender Arbeit befreit, konnten ſie ein voͤllig freies und behagliches Leben fuͤhren, denn eine Welt voll Reizen ſtand zu ihrem Befehl. Kurz Roldan entwarf ein Gemaͤlde von ſinnlicher

*) Herrera, decad. 1. lib. III. c. 7. Hist. del Al- mirante, cap. 74.