Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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Segeln im Hafen des Augenblicks harreten, wo das Sig⸗ nal zum Auslaufen gegeben wurde. Der Hafen erſcholl von den wohlbekannten Toͤnen der Matroſen, wenn ſie die Segel aufziehen und die Anker lichten. Eine bunte Menge draͤngte ſich an Bord der Schiffe, um unter froͤhlichen Hoffnungen einer gluͤcklichen Fahrt und glorreicher Ruͤckkehr von ihren Freunden Abſchied zu nehmen. Hier ſtand der enthuſiaſtiſche Cavalier, auf romantiſche Abenteuer gefaßt, dort der kuͤhne Seemann, ehrgeizig nach Lorbeeren in unbekannten Mee⸗ ren, der Gluͤcksritter, dem alles auf Veraͤnderung des Or⸗ tes und der Flaͤche ankommt, der ſcharfſichtige Speculant,

begierig, die Unwiſſenheit der wilden Staͤmme zu ſeinem

Vortheil zu benutzen, und der blaſſe Miſſionaͤr des Kloſters, ungeduldig, die Herrſchaft der Kirche auszudehnen oder von frommem Eifer fuͤr die Ausbreitung des Glaubens erfuͤllt: alle waren voll Leben und Lebenshoffnung. Anſtatt von dem Volke für verlorene Leute, einem dunkeln und verzweifelten Looſe hingegeben, betrachtet zu werden, ſah man ſie jetzt mit Neid ziehen, als gluͤckliche Sterbliche, denen goldne Laͤnder und gluͤckliche Zonen, wo ihrer nichts als Reichthum, Wunder und Entzuͤcken warte, zu Theil werden ſollten. Columbus bewegte ſich in dem Gedraͤnge, durch ſeine hohe Geſtalt und gebietende Haltung kenntlich. Er war von ſei⸗ nen beiden Soͤhnen Diego und Fernando begleitet, der er⸗ ſtere ein aufgeſchoſſenes Buͤrſchchen, beide gekommen, um ihres Vaters Abreiſe zu ſehen,*) und ſtolz auf ſeinen

*) Hist. del Almirante, cap. 44.

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