digen Aſtronomen verſehen ſeyn ſollten. Dieſe haͤtten dann nach den Cap⸗Verdiſchen Inſeln zuſammen abzugehen und von da weſtlich dreihundert und ſiebenzig Seemeilen zuruͤck⸗ legen, die vorgeſchlagene Linie von Pol zu Pol zu beſtim⸗ men, und ſo den Ocean zwiſchen den beiden Nationen zu theilen;*) die beiden Maͤchte verpflichteten ſich feierlich, die alſo vorgeſchriebenen Graͤnzen zu beobachten und uͤber die⸗ ſelben hinaus keine Unternehmung zu machen, doch war es den ſpaniſchen Seefahrern erlaubt, die oͤſtlichen Strecken des Oceans frei zu durchſchiffen, um die ihnen vertragsmaͤßig geſicherten Reiſen zu vollenden. Mancherlei Umſtaͤnde ver⸗ hinderten die beabſichtigte Sendung zur Beſtimmung der Demarcationslinie, aber der Staatsvertrag blieb in Kraft und verhuͤtetete jede weitere Discuſſion.
Auf dieſe Weiſe, ſagt Vasconceles, wurde die groͤßte aller jemals zwiſchen beiden Kronen beregten Fragen— denn es handelte ſich um die Theilung einer neuen Welt— auf freundſchaftlichem Wege durch die Klugheit und Ge⸗ ſchicklichkeit der beiden ſchlaueſten Monarchen, die je den Scepter gefuͤhrt, ausgeglichen. Sie erhielt ihre Erledigung zur Zufriedenheit beider Partheien, waͤhrend ſich beide zu den großen Laͤndern, die innerhalb ihrer Graͤnzen entdeckt werden konnten, berechtigt hielten, ohne auf die Rechte der urſpruͤnglichen Bewohner irgend einige Ruͤckſicht zu nehmen.
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*) Zurira hist. del Rey Fernand. l. I. c. 29. Vas- sonceles lib. 6.


