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außerſt guͤnſtige Lehre feſtgeſtellt. Nach dieſer Doctrin wa⸗ ren ſie berechtigt, die Laͤnder aller unglaͤubigen Nationen mit Krieg zu uͤberziehen, zu verheeren und von ihnen Beſitz zu nehmen, alles unter dem Vorwande, die Feinde Chriſti zu uͤberwaͤltigen und das Reich ſeiner heiligen Kirche auf Erden zu verbreiten. In Uebereinſtimmung mit dieſer Lehre hielt man den Papſt, nach ſeiner Obergewalt uͤber die weltlichen Dinge fuͤr ermaͤchtigt, uͤber alle heidniſche Laͤn⸗ der zu Gunſten ſolcher frommen Fuͤrſten zu verfuͤgen, die ſich anheiſchig machten, ſie unter die Herrſchaft der Kirche zu bringen und den rechten Glauben bei ihren umnachteten Bewohnern auszubreiten. Kraft dieſer Gewalt hatte Papſt
Martin V. und ſeine Nachfolger der Krone Portugal alle
Laͤnder zugeſprochen, welche dieſelbe vom Cap Bojador bis nach Indien entdecken wuͤrde, und Ihre katholiſche Maje⸗ ſtaͤten hatten in einem mit dem portugieſiſchen Monarchen im Jahre 1479 abgeſchloſſenen Staatsvertrage ſich verbind⸗ lich gemacht, die alſo erworbenen Territorialrechte zu reſpectiren. Dieſer Vertrag war es, auf welchen Johann II. anſpielte, als er mit Columbus jene Unterredung hielt, in welcher er ſeine Anſpruͤche auf die neuentdeckte Welt zu wahren beabſichtigte.
Bei der erſten Nachricht, welche die Souveraine von dem Admiral uͤber den gluͤcklichen Erfolg ſeiner Sendung er⸗ hielten, gebrauchten ſie ſogleich die Vorſicht, ihrer Entde⸗ ckung die Sanction des Papſtes zu ſichern. Alexander VI. hatte erſt juͤngſt den heiligen Stuhl beſtiegen, ein Papſt, den die Hiſtoriker mit jedem Laſter und Verbrechen, die die


