Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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nichts davon gegen irgend Jemanden aͤußern moͤge, indem ſie ſelbſt ganz in der Stille eine ge⸗ naue Unterſuchung anſtellen wolle. Den folgen⸗ den Tag befand ſich die Koͤnigin wohl, und ſchien heiter wie gewoͤhnlich; doch wagte ſie ſich nie mehr des Abends in die Naͤhe des Stro⸗ mes, und wenn ſie eine Weile allein in ihrem Geheimzimmer geweſen, ſchien Jungfrau Kir⸗ ſtine oft tief betruͤbt, indem ſie ihr anſehen konn⸗ te, daß ſie geweint hatte.

So wie die aͤngſtliche Geburtsſtunde immer naͤher ruͤckte, ſehnte ſich die Koͤnigin oͤfters innig nach Waldemarn. Herr Ib Urne mußte ihr je⸗ den Tag berichten, was man von dem Koͤnige

und ſeinen Unternehmungen höͤrte und erfuhr.

Die letzten gewiſſen Nachrichten, die eingelaufen waren, zeigten die völlige Unterwerfung des polniſchen Herzogs Miſtwin an, der dem Koͤnige Treue hatte zuſchwören muͤſſen. Von dem Gra⸗ fen Albert und dem Ritter Otto wurden auch mannhafte Thaten berichtet, und Alle, die dem Letztern wohlwollten, und die Folgen ſeiner Ue⸗ bereilung, ruͤckſichtlich des Erz⸗Dechanten, ge⸗ fuͤrchtet hatten, freueten ſich nun, zu hoͤren,