Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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darauf, doch zuweilen wurde ihr beklommen und aͤngſtlich zu Muthe. Daher machte ſie ſich gemeinlich Bewegung in der freien Luft, und von Kirſtine von Riſe begleitet, ging ſie taͤglich in den Schloßgarten hinunter, und ſaß oft halbe Tage auf ihrer Lieblingsſtelle zwiſchen den Erlen⸗ gebuͤſchen am Strome, wo ſie den niedrigen,

feuchten Erdboden erhoͤhen und eine kleine Laube

an dem ſchilfgruͤnen Uferſtrome hatte aufbluͤhen laſſen. Ein kleiner, ſtattlicher Kahn mit Pur⸗ purkiſſen und vergoldeten Rudern, welchen der Koͤnig zum Vergnuͤgen der Königin hatte bauen laſſen, lag immer an dieſer Stelle. Oft, wenn Dagmor ſich dort ganz allein mit Jungfrau Kir⸗ ſtine befand, gewaͤhrte es ihr eine kindliche Freude, ſich in den feſtgebundenen Kahn zu ſetzen und ſich zwiſchen dem hohen Schilfe und Rohre zu ſchaukeln, waͤhrend Jungfrau Kirſtine viele wunderbare Sagen, an welchen die alten daͤniſchen Volkslieder ſo reich ſind, ihr vorſingen mußte; wenn die Königin dieſe Lieder hoͤrte, war es ihr, als waͤre ſie in ein bezaubertes Land gekommen, wo die ganze Natur gleichſam lebendig und be⸗

ſeelt war, und wo die Engel aus den ſchönen