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Aus einem kleinen abgerundeten Zellenfenſter in dem ſuͤdlichen Fluͤgel des Kloſtergebaͤudes zu Soroe, warf, in einer ſternenhellen Herbſtnacht des Jahres 1204, eine einzelne Lampe den mat⸗ ten Schein durch die halb entblaͤtterten Linden auf den See hinaus.— Drinnen in der hohen gewölbten Biſchofsſtube, wie ſie genannt wurde, ſaß in einem ſchwarzledernen Seſſel an einem in der Mauer befeſtigten eichenem Tiſche ein ehr⸗ wuͤrdiger weißbaͤrtiger Greis; ſein Auge ruhte auf einem großen pergamentnen Codex, von ge⸗ ſchriebenen Annalen und Chroniken, zſo auch von einer Menge Abſchriften uralter daͤniſcher Lieder und Sagen, von Nunenſchriften und Denkmaä⸗ lern der heidniſchen Zeiten, umgeben, und mit Membranen von alten Claſſikern, Homilien und Miſſalien, die zum groͤßten Theil von einer gro⸗ ßen aufgeſchlagenen gloſſirten Bibel bedeckt wur⸗
den, vermiſcht. Mitten unter den Buͤchern er⸗ 1*


