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Gott, welch neues Ungluͤck, rief Marie kaum noch Athem holend.
Bug Jargal ſelbſt zitterte. Ein ſchmerzliches Erſtaunen malte ſich auf ſeinem Geſichte:— Bruder, was ſagſt du? 4
Das Entſetzen, welches ſich Mariens bei der bloßen Ahnung eines neuen moͤglichen Ungluͤckes bemaͤchtigt hatte, legte mir das Geſetz auf, ihr die Wirklichkeit zu verbergen, und ihr den ſo er⸗ ſchuͤtternden Abſchied zu erſparen; ich neigte mich zu Bug Jargals Ohr, und ſagte ihm leiſe:— Ich bin Gefangener; ich ſchwur Biaſſou, mich zwei Stunden vor Sonnenuntergang wieder in ſeine Gewalt zu ſtellen; ich verſprach zu ſterben.
Er war außer ſich vor Wuth, ſeine Stimme wurde fuͤrchterlich.
Das Ungeheuer! deshalb wollte er dich allein ſprechen, es war um dir dieß Verſprechen zu ent⸗ reißen. Ich haͤtte dieſem elenden Biaſſou nicht trauen ſollen. Wie konnte ich aber nicht irgend eine Treuloſigkeit vorausſetzen? Er iſt kein Schwar⸗ zer, ein verfluchter Mulatte iſt er.
Was denn? welche Treuloſigkeit! welch Ver⸗ ſprechen? fragte Marie vor Schrecken, wer iſt die⸗ ſer Biaſſou?


