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Bug-Jargal : eine Erzählung aus den Zeiten der Neger-Empörung auf Sanct Domingo / [Victor Hugo]
Entstehung
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Hoͤre, dieſen Morgen war ich noch unter den Deinen Gefangener. Ich hoͤrte im Lager ver⸗ kuͤnden, daß Biaſſou erklaͤrt habe, noch vor Son⸗ nenuntergang einen jungen Gefangenen, Namens Leopold d'Auverney, erſchießen zu laſſen. Man verſtaͤrkte meine Wachen. Ich wußte, daß meine Hinrichtung der deinigen folgen wuͤrde, und daß im Falle meiner Entweichung zehn meiner Ka⸗ meraden fuͤr mich hafteten. Du ſiehſt, daß keine Zeit zu verlieren iſt.

Ich hielt ihn wieder zuruͤck, du biſt alſo ent⸗ ronnen? fragte ich ihn.

Und wie waͤre ich ſonſt hier? mußte ich dich nicht retten? bin ich dir nicht das Leben ſchul⸗ dig? Auf, folge mir nun. Wir haben eine Stunde Weges in's Lager der Weißen, ſo wie in das Biaſſou's. Siehe, der Schatten dieſes Kokosbaumes verlaͤngert ſich, und ſein runder Wipfel gleicht auf dem Wiesboden dem Rieſeney des Vogels Greif. In drei Stunden iſt die Sonne unter; komm, Bruder, die Zeit draͤngt.

In drei Stunden iſt die Sonne unter. Dieſe Worte erſtarrten mich gleich einer Geiſtererſcheinung. Sie mahnten mich an das verhaͤngnißvolle Verſprechen, welches ich Biaſſou